situation-1_500-1664985142.png
v1.png
v2-1661268243.png
v3.png
v4.png
dsc_4818-1.png
dsc_4799-1.png
z_leimbach-inplantingsplannen.png
wv-architecten_leimbach-plannen-website-plan-2.1.png
wv-architecten_leimbach-plannen-website-plan-2.png
wv-architecten_leimbach-plannen-website-plan-3.png
wv-architecten_leimbach-plannen-website-plan-4.png
back-facade-bruderwies-ps.png
front-facade-bruderwies-ps.png
front-facade-ps.png
side-facade-2-bruderwies-ps.png
side-facade-bruderwies-ps.png
samenvoeging.png
volumetrie-metlegende.png
draagqtructuur.png
kindergarten-axo.png

Die Drei MusketiereLeimbach, Schweiz

Der Stadtteil Leimbach ist einerseits geprägt durch Gebäude mit Rücksprung von der Strasse und von der Parzellengrenze, bestehend aus grünen Vorgärten. Die Strassen werden als verbreiterte Korridore zwischen den freistehenden Gebäuden wahrgenommen.

Im oberen Teil versucht unser städtebaulicher Entwurf, sich mit der Körnung der Wohnbebauung zu verbinden. In Breite und Höhe bildet das nördliche Volumen die räumliche Fortsetzung der repetitiven Baukörper und knüpft so an das nachbarschaftliche Stadtmodell an. Die Anlage erhält einen zentralen Spiel- und Eingangsbereich, der in der Sichtachse der Kreuzung von Wegackerstrasse und Bruderwies liegt. Ein verbindendes Moment, das eine transparente und klare morphologische Haltung verlangt. Auf der Südseite dieses offenen Raums wird ein zweites Volumen platziert, das eine volumetrische Beziehung zur Kirche Leimbach von Oskar Bitterli herstellt. Dieses Volumen ist von der Baulinie zurückversetzt und bildet eine Abgrenzung zum Grünraum der Schule Faletsche. Die Rückstaffelung ermöglicht den Erhalt eines grossen, ausgewachsenen Baums, der zentral zwischen den drei Gebäuden liegt. Der bestehende Kindergarten Bruderwies wird erhalten und nachhaltig saniert. Die drei Volumen bilden am Knotenpunkt Bruderwies / Wegackerstrasse eine räumliche Situation, die ein dichtes und reiches Quartiersprogramm fasst.

Auf der Westseite der Primarschule entsteht ein dreieckiger Hof- und Spielbereich, der als Gelenk zwischen Bibliothek und Schule fungiert und durch den kreisförmigen Ausschnitt im Deck definiert wird, wo sich die beiden Gebäude fast berühren. Massstab, Geometrie, Baum und Öffnung definieren diesen Ort als zentrales Moment.

Die Architektur betont den Bezug zur Umgebung. Die Fenster sind grosszügig und suchen den maximalen Bezug zum Grünraum. Im Erdgeschoss wird die Durchlässigkeit zwischen Strasse und Innenhof durch grosse Öffnungen, eine ruhige Struktur und miteinander verbundene Räume maximiert. Die Terrassenlandschaft wird in der Gestaltung des offenen und bebauten Raums weitergeführt. Das Erdgeschoss ermöglicht die Bildung zweier grosser Räume für Vorträge oder Veranstaltungen sowie eines separaten Raums für Empfänge. Die Bibliothek erhält eine soziale Funktion für Schule und Quartier und wird auch als solche im separaten Volumen ablesbar. Der Kindergarten ist klar im sanierten Gebäude Bruderwies verortet. Die Dachlandschaft verbindet die Aussenräume mit den Klassenzimmern und schafft zusätzliche Nutzungen für das Quartier.

Das Hauptvolumen ist in Sockel, Mittelteil und Krone gegliedert. Im Sockel befinden sich die öffentlichen Nutzungen. Im ersten Obergeschoss liegen die Musikschule und die Lehrerbereiche, darüber folgen die Klassencluster, während die Krone Werkstätten und Spielbereiche aufnimmt. Die Sporthalle ist teilweise unterirdisch angeordnet und direkt an die Strasse angebunden.

Eine klare und konsistente Materialität sowie ein nachhaltiges Gebäudekonzept runden den Entwurf ab.

Wettbewerbsentwurf in Zusammenarbeit mit Henley Halebrown, Schnetzer Puskas Ingenieure und Ghiggi Paesaggi

Bilder: Filippo Bolognese